Fundstück: Peinlicher Flashmobversuch in der Vorlesung

Flashmobs sind ja momentan sehr angesagt. Überall hört und liest man von den neuesten und ungewöhnlichsten Flashmobversuchen, oft mit großem Medienecho. Was aber passiert, wenn so eine Aktion schief geht? Ein schönes – oder doch eher unschönes – Beispiel dafür ist die PR-Aktion des CDU-Studierendenverbundes RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) an der Universität Mannheim. Dieser hatte vergangene Woche während einer VWL-Vorlesung einen „We Will Rock You-Flashmob“ initiiert. Und das, obwohl dies im Vorfeld durch den Professor nicht genehmigt worden war. Daraufhin verlor der Professor etwas die Contenance, rastete nahezu aus und verwies die Verantwortlichen des Raums, wie ein dort aufgenommenes Video zeigt:

Der RCDS hat sich inzwischen auf seiner Facebook-Seite für das „unhöfliche“ Verhalten entschuldigt, eine Entschuldigung des Professors war direkt am Ende seines Ausbruchs erfolgt. Doch die Aktion hat es bereits in die Medien geschafft, unter anderem berichteten der Mannheimer Morgen  und die SWR Landesschau Baden-Württemberg über den Vorfall. Und online herrscht eine noch regere Diskussion, über 44.500 Klicks zählt das YouTube-Video  inzwischen (Stand: 20.10.2011).

Übrigens: Das Ganze war keine Protestaktion gegen den Professor oder die Universität, sondern sollte auf hochschulpolitisches Engagement aufmerksam machen.Was halten Sie von dieser PR-Aktion? Und ist der Hörsaal der richtige Ort dafür – besonders, wenn die Aktion politisch motiviert ist?

 

Stefanie hat zwei große Leidenschaften: Yoga und PR. Sie interessiert sich besonders für neue Medien, CSR und Reputationsmanagement.
Stefanie Wesslein
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7 Kommentare zu “Fundstück: Peinlicher Flashmobversuch in der Vorlesung”

  1. steffiwe 21 Oktober 2011 at #

    Heute morgen kommt das YouTube-Video schon auf über 58.000 Klicks! Flashmobs in der Vorlesung – was sagt ihr zu dieser Aktion?

  2. Martin 21 Oktober 2011 at #

    Richtig so!

    Absolut berechtigt, wie der Prof reagiert. Zumal er ja direkt ne Begründung mitliefert.

  3. Sylvia Gilke 21 Oktober 2011 at #

    Ganz meiner Meinung – in einer laufenden Hochschul-Veranstaltung hat so eine Aktion absolut nichts zu suchen!
    Es sollte doch noch ein paar “Rückzugsräume” geben, an denen man nicht mit PR- und Werbeaktionen konfrontiert wird. Und das sollten wir PRler auch respektieren.

  4. steffiwe 21 Oktober 2011 at #

    Ich persönlich finde die Wortwahl des Professors doch sehr scharf und hart… Auch wenn ich seine Reaktion nachvollziehen kann, schließlich hatte er die Aktion explizit untersagt und das hätte meiner Meinung nach respektiert werden müssen! Bleibt die Frage: Sind Flashmobs in der Vorlesung originell – oder grundsätzlich total daneben?

  5. Anna 21 Oktober 2011 at #

    Wer viel fragt, kriegt viele Antworten ;)
    Der rastet doch nur so aus, weil er sofort wusste worums geht.
    Wenn schon so eine PR-Aktion, dann sollte man sie auch durchziehen, aber das ganze war doch nicht wirklich durchdacht…

  6. Martin 21 Oktober 2011 at #

    Tja, erinnert mich so ein wenig an die durchdachten Aktionen einiger “großen” CDU-Vorbilder, die auch gerne mal irgendeinen Quatsch in die Presse blasen.

  7. [...] in anderen Blogs wird das Ereignis weiter verbreitet. Kommoguntia, eine studentische PR-Initiative eines Mainzer Master-Studiengangs stellt das Video etwa als [...]


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